Auf einen Blick
- Wofür
- Stabiler Haltepunkt, damit sich nur die gewünschten Zähne bewegen.
- Einsetzen
- Unter örtlicher Betäubung, in wenigen Minuten.
- Im Mund
- Meist einige Monate, danach wird die Schraube wieder entfernt.
- Kasse
- Zusatzleistung, bei gesetzlich Versicherten in der Regel privat.
Prinzip
Ein fester Punkt, an dem sich die Kraft abstützt
- MinischraubeSehr kleine Schraube, vorübergehend im Kieferknochen. Sie dient als stabiler Haltepunkt.
- Zahn, der bewegt werden sollDer Zug stützt sich an der Schraube ab, nicht an anderen Zähnen.
- Andere ZähneWerden nicht als Halt gebraucht und sollen sich nicht ungewollt mitbewegen.
Wann sie nötig sind
Wir nutzen Minischrauben dann, wenn wir bestimmte Zähne bewegen möchten, ohne dass sich andere Zähne ungewollt mitbewegen. Dadurch können wir manche Bewegungen deutlich gezielter durchführen und in bestimmten Fällen auf aufwendigere Apparaturen wie einen Headgear verzichten.

Warum ein fester Haltepunkt
Halt an anderen ZähnenAndere Zähne können sich ungewollt mitbewegen.
Halt an der MinischraubeBestimmte Zähne lassen sich gezielter bewegen.
Wie das Einsetzen abläuft
Die Stelle wird zunächst örtlich betäubt, anschließend wird die kleine Schraube in wenigen Minuten eingesetzt. Sie bleibt nur so lange im Mund, wie wir sie für die Behandlung benötigen, meist einige Monate, und kann danach unkompliziert wieder entfernt werden. Die kleine Stelle heilt anschließend von selbst wieder zu.

Ablauf
Vom Einsetzen bis zum Entfernen
- Örtlich betäubenDie Stelle wird zunächst betäubt.
- EinsetzenIn wenigen Minuten.
- HaltepunktSo lange wie nötig, meist einige Monate.
- EntfernenDie kleine Stelle heilt von selbst wieder zu.
Tut das weh?
Beim Einsetzen selbst sollte man durch die örtliche Betäubung keine Schmerzen haben, meistens spürt man eher etwas Druck. Wenn die Betäubung nachlässt, kann die Stelle für kurze Zeit empfindlich oder etwas wund sein, die Beschwerden sind in der Regel aber überschaubar und klingen schnell ab.

Für wen es infrage kommt, was die Kasse zahlt
Minischrauben kommen infrage, wenn wir für eine bestimmte Zahnbewegung einen besonders stabilen Haltepunkt benötigen. Bei gesetzlich Versicherten zählen solche implantologischen Verankerungen grundsätzlich zu den kieferorthopädischen Zusatzleistungen und werden deshalb in der Regel privat berechnet.
Was die Krankenkasse übernimmt und wie der erste Termin bei uns abläuft, erklären wir auf den Seiten Kosten und Kassenleistung und Ablauf. Einen Überblick über die Behandlung von Erwachsenen finden Sie auf einer eigenen Seite.

